Schreiben befreit die Seele und den Geist

Morgen-Grauen

Irgendetwas weckte Grit.

Schwaches Tageslicht drang durch das heruntergelassene Rollo ins Schlafzimmer. Die Einrichtung lag im Halbdunkel. Der Radiowecker zeigte 5.00 Uhr an. Ihr Blick verweilte kurz auf den rotleuchtenden Ziffern. Schon drehte sie sich wieder auf die Seite. Eine krächzende Stimme rief leise, aber deutlich ihren Namen.

„Griiit! Griiit!“

Verschlafen rieb sie sich die Augen, während sie sich aufsetzte. Ihr Mann schlief tief und fest. Sein Atem klang gleichmäßig und ruhig. Er konnte nicht gerufen haben.

 „Griiit!“

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Morgen-Grauen

Todesangst

Milenas Hals schmerzte furchtbar und beim Schlucken glaubte sie einen scharfkantigen Kloß hinunterwürgen zu müssen. Ihren Kopf konnte sie nur mit Mühe drehen, da sie noch  immer seine Finger, wie einen zu eng angelegten Gürtel, um ihren Hals spürte. Sie weinte! Nicht der körperliche Schmerz, sondern die Wunden ihrer verletzten Seele, lösten diese Tränenflut aus. All die Jahre hatte sie ihm blindlings vertraut und nun das.

Auslöser dieses Desasters war ein Topf mit Suppe gewesen, der nur darauf gewartet hatte, vom Herd genommen zu werden. Er und Milena konnten sich einfach nicht einigen, wer dies erledigen sollte.

Diese belanglose Auseinandersetzung hatte ausgereicht, einen stressigen Arbeitstag, zum Horrorszenario entarten zu lassen.

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Todesangst