Schreiben befreit die Seele und den Geist

Der kleine grüne Beutel

In mir, ganz tief in mir drinnen, breitet sich eine selige Ruhe aus. Kein Drängen, kein Fordern, kein quälendes Denken mehr. Stille durchflutet mich und nimmt mir den Schmerz.

Mein Innerstes hat lange Kämpfe hinter sich. Ich kämpfte gegen Dich. Litt heimlich Qualen, die jeder kennt, der liebt und verliert, mit der Erkenntnis, seinen Teil dazu beigetragen zu haben.

Plötzlich steht dieser Engel vor mir und öffnet einen kleinen grünen Beutel. Darin befindet sich ein Kärtchen. Auf diesem Kärtchen stehen Worte voller Liebe. Darin befindet sich ein Zettelchen. Auf diesem Zettelchen stehen Worte voller Liebe. Diese Kostbarkeiten will der Engel jemandem schenken, den er liebt, obwohl er nicht weiß, ob der Beschenkte gleichermaßen fühlt, gleichermaßen denkt, gleichermaßen schenken wird.

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Der kleine grüne Beutel

Sonja und Peterle

Sonja liebt die Natur, Tiere und am meisten ihren schwarzgelockten, immer spielfreudigen Hund Peterle. Täglich unternimmt sie mit ihm lange Spaziergänge und ab und zu begleiten sie auch Schulfreunde, doch am liebsten, ist sie mit ihrem Peterle allein. Dann können die Beiden nach Herzenslust miteinander toben und solange unterwegs sein, wie es ihnen gefällt. An einen bestimmten Spaziergang erinnert sich Sonja sehr gern zurück. Es war ein besonderer Tag für sie und ihren Hund Peterle gewesen.

Peterle stand wie schon so oft vor ihr und schaute sie mit bettelnden Hundeaugen an. Sein Schwanz wedelte aufgeregt hin und her. Sonja hatte sich nur ihre Weste übergezogen, doch das reichte, dass Peterle wusste, was jetzt kam: Der tägliche Spaziergang.

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Sonja und Peterle

Die kleine Hexe und der Magier Isiro

Da saß sie nun auf einer Wiese, die kleine rothaarige Hexe!

Sie blickte ratsuchend um sich, doch niemand war in ihrer Nähe, der ihr hätte helfen können. In Gedanken versunken, durchlebte sie noch einmal die letzten Tage und schüttelte verwirrt ihren hübschen Kopf - als würde genau dies helfen, ihre chaotischen Gefühle zu ordnen.

Andrakia zitterte, obwohl die Strahlen der Sonne ihr rotes Haar geheimnisvoll leuchten ließen und ihren Körper sanft wärmten. Was war nur geschehen?

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Die kleine Hexe und der Magier Isiro

Die eitle Pusteblume

„Hey Du! Mach ein Bild von mir, eh der Wind meine hübschen Blütensegel stiehlt.“

Konnte es sein, dass sie gerade von einer Blume angesprochen wurde?

Das Ganze trug sich zu, als die zehnjährige Vera beschloss auf der Wiese gleich hinter ihrem Elternhaus, Fotos zu machen. Sie liebte es zu fotografieren und ihr Papa hatte ihr dafür eine einfache Kamera geschenkt.

Schmetterlinge flatterten aufgeregt über die Halmspitzen u. die Sonne strahlte mit wem auch immer um die Wette. Einen der schönen Falter hätte sie gerne geknipst, doch kaum den Finger am Auslöser – wusch, war er auch schon wieder weg. Die Beine in die Luft hebend kämpfte Vera sich durch das hohe Gras; immer darauf bedacht keine Schnecke zu zertreten. Hier und da hob sie eine auf und setzte sie in sicherer Entfernung wieder ab.

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Die eitle Pusteblume

Keine Träne

Keine Träne! Nichts! Nur Leere, Unglaube. Die groteske Hoffnung zu träumen. Meine Gabel fällt in den Teller. Nicht abrupt und laut, sondern langsam und endgültig.

Habe gekocht, den Tisch im Wohnzimmer gedeckt, weil er so gerne fernsieht und dabei isst, ihn liebevoll begrüßt und aufgefordert sich schnell zu setzen damit nichts kalt wird.

„Ich habe mich wirklich zurückgehalten und dich nicht bedrängt. Was willst du mir jetzt eigentlich sagen?“, frage ich ihn, fülle seinen Teller und denke an das kurze Gespräch von vor zwei Tagen zurück:

„Da ist etwas was ich dir sagen muss, aber nicht jetzt. Noch nicht!“

„Warum nicht? Sag es mir doch einfach.“ Meine Stimme klingt gezwungen lustig, unbesorgt.

„Nein, nicht jetzt! Lass mir Zeit. Bohre bitte nicht weiter.“

„Ok!“, erwidere ich. „Sag mir nur, ob es etwas Schlimmes ist.“

Relativ schlimm.“

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Keine Träne

Eine Begebenheit

Ein gelblich goldenes Licht erhellte den Raum. Gedämpft genug, nicht in den Augen zu schmerzen, als sie diese öffnete. Er saß am Rand des Bettes und lächelte sie mit Güte im Blick an. Sie lächelte zurück, ohne zu wissen, wer er war. Ohne sich zu fragen, wie ein Fremder nachts, in ihre Wohnung eindringen konnte. Sie fühlte sich merkwürdig geborgen. So, als würde ein Schutzengel sie bewachen, also schloss sie die Augen und schlief wieder ein.

Als sie erneut erwachte, saß er noch immer da und sofort breitete sich sein Lächeln über ihr aus und hüllte sie ein. Jetzt betrachtete sie ihn eingehender. Er wirkte vertrauter, obwohl sein Gesicht ihr fremd blieb. Wer bist du nur? dachte sie, während wieder der Schlaf über sie kam. Der Fremde schien wie eine Droge zu wirken. Seine bloße Anwesenheit wiegte sie in Sicherheit, ließ sie sich wohl fühlen. Ließ sie dahin dämmern und ins Reich der Träume sinken.

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Eine Begebenheit