…die Höhen und Tiefen des Lebens,
des Menschseins an sich, ist die Nahrung des Poeten.

Sommertag

Die Sonne brennt

und trotzdem rennt,

der Mensch,

ob jung, ob alt,

als wär er durchgeknallt.

Vergisst in seiner Hast,

im Schatten eine Rast.

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Sommertag

Sommernacht

In einer lauen Sommernacht

und nun gebt ganz besonders acht,

die Taschenlampe in der Hand,

ich einen Schuh am Wege fand.

 

Mir wurde angst, mir wurde bang,

ich suchte ab den steilen Hang.

Im Schein des Lichts, mir wurde flau,

lag eine bleiche, tote Frau.

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Sommernacht

Perlonstrümpfe

Im Sommerschuh es Falten schlägt,

weil Frau nen Perlonstrumpf drin trägt.

Ich denk dann immer: Seh ich recht?

Und unverzüglich wird mir schlecht.

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Perlonstrümpfe

Fundstück

Wenn du mir genommen wirst, bin ich verloren

und werde nie wieder finden, was ich einmal war.

2006

Fundstück

Empfinden

Ich empfinde Schmerz, weil Du mir das antust.

Weil Du unsere Liebe beiseite legst,

wie ein Spielzeug, an dem das Interesse erlischt.  

Muss ich verstehen, warum Du das kannst?

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Empfinden

Leid

In ihr ist ein Schmerz,

dessen destruktive Wirkung sie vergessen hatte,

vergessen wollte, verdrängte.

Ein Schmerz,

vor dem es galt sich zu schützen.

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Leid

Selbstmord

Ich kann nicht mehr!

Die Kräfte lassen nach.

Rettet mich,

bevor ich mich mit meinen Gedankenstricken erhänge.

2013

Selbstmord

Mein Bach

Im Bach als Kind ich barfuss stand,

heut steh ich da denk still daran,

wie damals ich das Wasser fand.

Nur Kiesel gab es, heute Scherben

und hilflos heb ich meine Hand.  

2013

Mein Bach