Ohne Gefühle gäbe es nur Trostlosigkeit.

Madonna Maria

Sie wirkt auf mich, wie eine heilige Erscheinung.

Madonna, in die Jahre gekommen, aber nicht minder schön und von göttlichem Zauber umhüllt. Maria, die Mutter Gottes, umgeben von Hecken und Büschen, die lange keine Menschenhand beschnitten. Umgeben von Bäumen, groß und klein, verkrüppelt und stattlich. Hohe Gräser und blühendes Unkraut säumen den schmalen, sich wie ein natürliches Flussbett schlängelnden Erdpfad, der aus dem Nichts zu kommen scheint und auf diesem sie auf mich zugeht. Ich bin überzeugt, auch Maria kam aus diesem Nichts. Aus dem Nichts meines Blickfeldes. Dichter Wildwuchs, den weiter hinten, meine Augen nicht durchdringen. Ich suche nach einem Haus dahinter, nach einer Scheune, einem Durchgang, doch was bleibt ist dieses geheimnisvolle Nichts, also richte ich meine Aufmerksamkeit wieder auf Maria, die mir näher kommt, aber mich noch nicht erreicht hat.

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Madonna Maria

Liebevolles Chaos

In meinem Leben herrscht liebesvolles Chaos.

Du hast mich mit Deiner Liebe überrannt. Hast all meine Prinzipien außer Kraft gesetzt. All meine Ängste mit liebenswerten Worten gelindert und schließlich schwinden lassen. Meine Furcht Dich offen und ohne Vorbehalt zu lieben, mich selbst zu öffnen, kostete Dich und mich Tränen.

Bist ohne zu Fragen, in mein Herz eingezogen. Ich konnte mich nicht mehr wehren.

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Liebevolles Chaos

Erinnerungen an meinen Papa

Mein Papa lehrte mich jedes Leben auf unserer Erde zu respektieren und zu achten und er lehrte mich, dass der liebe Gott sonntags nicht in der Kirche ist. Um mir dies zu beweisen fuhr er mit mir immer sonntags an einen Wildsee, nicht weit entfernt von unserem Wohnort. Zeigte mit ausschweifenden Bewegungen seiner Arme über den See und versicherte mir, hier sei Gott und wenn ich mich dann umschaute, das Glitzern der Sonnenstrahlen auf der gekräuselten Wasseroberfläche sah, dann war ich gläubiger als alle Kirchengänger.

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Erinnerungen an meinen Papa

Chat Love

...oder die Träger der goldenen Fresse

 

Sonntag, Einsamkeit, Liebeskummer!

Ein Dreigestirn, dafür geschaffen, ein eingeschlafenes Schreiberherz wieder schneller  schlagen zu lassen.

 

Ich lag auf einer karierten Decke im Gras, einen wunderschönen See zu meiner Linken und in meiner rechten Hand ein Buch.

– Alles außer Schreiben ist und bleibt Enttäuschung – Die Worte des Verfassers trafen mich tief. Sie klickten den „Ich-Muss-Es-Niederschreiben-Schalter“ in mir nach oben. Eine fleißige Ameise räumte einen toten Artgenossen aus dem Weg und legte ihn mir auf die Seiten meines Buches,  das ich, noch mit besagtem Schalter beschäftigt, aufgeschlagen und auf die karierte Decke gelegt hatte. Dieser sonntägliche Arbeitseifer rührte mich. Ich selbst schaffte es schon seit Monaten nicht mehr, auch nur ein Wort zu Papier zu bringen. Aus gutem Grund zwar, aber keinesfalls auf Dauer akzeptabel. Dieses kleine Tier beseitigte tote Mitameisen, indem es sie auf meine Buchseiten legte. Mein Hawk hatte ebenfalls sein Leben mit mir ausgehaucht, also weg mit ihm aufs Papier.

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Chat Love

Der kleine grüne Beutel

In mir, ganz tief in mir drinnen, breitet sich eine selige Ruhe aus. Kein Drängen, kein Fordern, kein quälendes Denken mehr. Stille durchflutet mich und nimmt mir den Schmerz.

Mein Innerstes hat lange Kämpfe hinter sich. Ich kämpfte gegen Dich. Litt heimlich Qualen, die jeder kennt, der liebt und verliert, mit der Erkenntnis, seinen Teil dazu beigetragen zu haben.

Plötzlich steht dieser Engel vor mir und öffnet einen kleinen grünen Beutel. Darin befindet sich ein Kärtchen. Auf diesem Kärtchen stehen Worte voller Liebe. Darin befindet sich ein Zettelchen. Auf diesem Zettelchen stehen Worte voller Liebe. Diese Kostbarkeiten will der Engel jemandem schenken, den er liebt, obwohl er nicht weiß, ob der Beschenkte gleichermaßen fühlt, gleichermaßen denkt, gleichermaßen schenken wird.

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Der kleine grüne Beutel

Keine Träne

Keine Träne! Nichts! Nur Leere, Unglaube. Die groteske Hoffnung zu träumen. Meine Gabel fällt in den Teller. Nicht abrupt und laut, sondern langsam und endgültig.

Habe gekocht, den Tisch im Wohnzimmer gedeckt, weil er so gerne fernsieht und dabei isst, ihn liebevoll begrüßt und aufgefordert sich schnell zu setzen damit nichts kalt wird.

„Ich habe mich wirklich zurückgehalten und dich nicht bedrängt. Was willst du mir jetzt eigentlich sagen?“, frage ich ihn, fülle seinen Teller und denke an das kurze Gespräch von vor zwei Tagen zurück:

„Da ist etwas was ich dir sagen muss, aber nicht jetzt. Noch nicht!“

„Warum nicht? Sag es mir doch einfach.“ Meine Stimme klingt gezwungen lustig, unbesorgt.

„Nein, nicht jetzt! Lass mir Zeit. Bohre bitte nicht weiter.“

„Ok!“, erwidere ich. „Sag mir nur, ob es etwas Schlimmes ist.“

Relativ schlimm.“

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Keine Träne